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Kolumbus-Schiffe bei Steingraeber-Modelle


Auch Nette, Neu, Siehe auch: Dreimaster, Dungiyah, Karacke

Ein portugiesisch-spanischer Segelschiffstyp mit einer längeren Entwicklungsgeschichte. Während der Kreuzzüge gingen im 11. und 12. Jh. Einflüsse von der als Kreuzfahrerschiff bevorzugten Nef aus, die aus Nord- und Westfrankreich stammt. Außerdem gab es vielfältige Vergleiche mit italienischen Schiffstypen, so dass im Laufe der Zeit die Bezeichnungen "Nef", "Nao", "Nette" oder "Neu" zu einem allgemeinen Begriff für größere völlige und mehrmastige Schiffe wurden. Im 14. Jh. gab es die Nao als zweimastiges Schiff und danach meistens als Dreimaster. Bevor Spanien als Seemacht Weltgeltung erlangte, hatten die ausgedehnten portugiesischen Seefahrten und Entdeckungen zur Entwicklung dieses Schiffstyps geführt. Eines der ältesten aus dieser Zeit der überseeischen portugiesischen Fahrten erhalten gebliebenen Schiffsmodelle aus dem 15. Jh. ist die "KATALANISCHE NAO". Das Originalmodell befindet sich im Maritimen Museum "Prins Hendrik" in Rotterdam.

Das Modell lässt verschiedene Konstruktionen erkennen, die sonst nur aus Beschreibungen und Abbildungen bekannt sind. Im 15. Jh. war die Nao ein häufig anzutreffendes spanisches Schiff, das etwas schwerer und größer als eine Karavelle gebaut war. In seinem Tagebuch sprach KOLUMBUS bei der "SANTA MARIA" stets von einer Nao, während er die beiden anderen Schiffe, die "NINA" und "PINTA", Karavellen nannte.


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