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Auf einem Schiff gibt es eine Vielzahl von Anzeige- und Bedieninstrumenten, wie z.B. Manometer, Fahrtgeber, Schalttafeln u.v.a.m.

Dieses nachzubilden und zu imitieren erhöht die Detailvielfalt am Modell.

Oft werden Baukastenmodelle so gebaut, wie es der Hersteller ''vorschreibt''. Sie sehen hinterher meistens vollkommen nackt aus. Mit einem naturgetreuen Nachbau hat das nichts zu tun. Bis auf vielleicht einen Rettungsring und einer Rettungsinsel gibt es weder elektrische Leitungen, Schalter oder anderweitiger ''Krimskram''. Ja selbst die Rettungsinseln sind einfach nur angeklebt und die Rettungsringe sogar fest an der Reling verzurrt. Wehe dem der mit diesem Modell Schiffbruch erleidet;-)

Es ist nicht immer die fehlende Baupraxis, die z.B. Einsteiger davon abhalten solche Dinge nachzubilden. Es werden auch nicht immer unbedingt Spezialmaschinen benötigt. In der Regel liegt es einfach daran, dass sich Leute strikt an die Bauanleitung halten und dabei nicht über den Tellerand schauen.

Die Baupläne und -beschreibungen industriell gefertigter Baukastenmodelle scheitern bei der Vielfalt der Details einfach am Preis-/Leistungsverhältnis, denn je detaillierte um so teurer - je teurer um so weniger Verkauf.

Darum sei angeraten sich unabhängig vom Bauplan vor dem Bau eine Modells, eines Aufbaus oder eines anderen Details, sich mit der Materie zu befassen. Im Internet können Foren konsultiert werden, Suchmaschinen bieten die Möglichkeit der Bildersuche usw. Nicht zuletzt die allgemeine Fachliteratur wie z.B. Modellbauzeitschriften.

Heute als erfahrener Modellbauer frage ich mich manchmal: ''Mensch, das hätte ich doch früher auch gekonnt, damals, ohne Drehbank und Fräse, damals, als ich noch am Küchentisch gebastelt habe.'' Aber eben das Hintergrundwissen und oftmals auch die Geduld fehlte. Man hatte eher ''Bock'' schnell aufs Wasser zu kommen.

Heute ist, wie man so schön sagt, der ''Fahrriemen'' weg, es geht primär um das Bauen, weniger um das Fahren. Man nimmt sich auch mehr Zeit um Herstellungstechniken zu entwickeln, wenn möglich sogar auf einfachste Art und Weise, denn schon ein minimaler Einsatz einer Drehbank erfordert wiederum Zeit die Maschine wieder zu reinigen.

Bei Maßstäben von 1:25, 1:20 oder größer sollte z.B. eine Brückeneinrichtung einfach dazu gehören. Zur minimalen Ausrüstung mindestens ein Steuerrad, Kompass, Schaltpult und Fahrtgeber.

Um die ganze Sache zu perfektionieren, kann man Bedienelemente sogar beschriften. Bei gängigen Laserdruckern sind Schriftgrößen von 1-1,5 mm kein Problem. Entsprechende selbstklebende Druckfolien erhält man in gut sortieren Schreibwarengeschäften oder Bürobedarf.

Gut ist es, wenn man Fotos des Original hat, wenn nicht wird improvisiert. Auch wenn es dann nicht unbedingt dem Original entspricht, wird eigentlich keiner so richtig wissen wie die Brücke im Original aussieht. Man realisiert dann einfach eine ''funktionelle Interpretation''. Jedoch sollten man schon ungefähr wissen, wie eine Brücke eingerichtet ist.

Hier mal einige Beispiel, bei den mit etwas Aufwand eine großer Show-Effekt erreicht wurde:

Anzeigen, Maschinentelegraf und Schalterkonsole 
Brückeneinrichtung eines Schleppers.

Für die Manometer wurden kleine Bullaugenfassungen verwendet. Links der Fahrtgeber, beschriftet mit den einzelnen Fahrtstufen.

Rechts eine Schalttafel.
Radarmonitor 
Hier die andere Hälfte der Brückeneinrichtung.

Mittig das Radarsichtgerät, daneben das Brückentelefon oder UKW-Sprechfunkgerät, oben der Kompass, rechts unten der Ruderlagenanzeiger.

Der Kompass funktioniert richtig. Oft findet man solche Teile als Schlüsselanhänger oder im Spielzeughandel.
Bedienpult einer Schlepperwinde 

Das Bedienpult einer Schlepperwinde.

Solche Pulte findet man z.B. auch bei Ankerwinden. Oft ist dort eine Ampere-Anzeige angebracht. Die Bedienung erfolgt über einen elektrischen Schalter in Form eine Handrades.

Zusätzlich gibt es auch einen Hauptschalter.

Schalter an einem Abluftschacht eines Lotsenbootes 
Hier ein Beispiel eines Schalters an einem Abluftschacht eines
Lotsenbootes
Anzeigen, Maschinentelegraf und Schalterkonsole 
Ein offener Fahrstand.

Oft haben solche Fahrtstände eine ähnliche Ausrüstung wie die Brücke.
Steuerstand mit Kompass 
... noch einmal Details vom offenen Fahrstand.

Die Steuersäule.

Der rote Pfeil imitiert den Ruderlagenanzeiger. Dahinter das Kompasshäuschen - gefertigt aus einem Parfümflaschenverschluss.

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