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Am Anfang stand noch ein wenig Studium der Bauanleitung, des Bauplans und der weiteren, mir zur Verfügung stehenden Bücher und Pläne.

Dabei bin ich folgendermaßen vorgegangen:

  • Aus dem Buch "Risse von Schiffen des 16./17. Jahrhunderts" habe ich den detaillierteren Plan der Berlin in 1:100 eingescannt und in 1:50 ausgedruckt. Da ich nur eine A4-Drucker habe wurde der Plan aus mehreren Blättern zusammengesetzt. So kann ich gewünschte die Maße direkt ohne Umrechnen aus der Zeichnung entnehmen.
  • Die Baubeschreibung enthält eine vollständige und ausführliche Liste mit dem kompletten stehenden und laufenden Gut, abschnittsweise nummeriert. Dazu enthält der Bauplan weiterhin acht übersichtlich detaillierte Zeichnungen, in der die Nummern wiederzufinden sind.
  • Leider stimmen in keinem der Pläne die Belegstellen, teilweise sind sie sogar doppelt belegt oder gar nicht vorhanden. Einen Belegplan habe ich deshalb selbst erstellt und mit der Liste des laufenden und stehenden Gutes sowie mit diversen Quelle abgeglichen und auf "Logik" geprüft.
  • In einer Excel-Liste habe ich alle Garne inklusive Bezeichnung und Belegungsnummern des Plan aufgelistet. Gleichzeitig habe ich so die benötigten Blöcke, Klampen und Belegnägel gezählt und notiert.
  • Die Durchmesser der jeweilen Garne sind zwar angegeben, aber hier habe ich mir noch einmal eine Liste aller Taustärken erstellt. Die Dicke der Leinen können berechnet werden. Zur Berechnung habe ich dazu Informationen aus dem Buch "Historische Schiffsmodelle" von Wolfram zu Monfeld verwendet. Die Dicke aller Leinen des Schiffes beziehen sich grundsätzlich auf das Großstag, das entsprechend dem Durchmesser des Großmastes auf Deckshöhe dimensioniert ist.
  • Unterlagen aus dem Baukasten 
    Unterlagen aus dem Baukasten
  • Belegungsplan (Foto: Risse von Schiffen des 16./17. Jahrhunderts, Hinstorff Verlag) 
    Belegungsplan
 
Deckslayout

Bauunterlagen für die Fregatte Berlin 

Für die Beplankung der Decks habe ich einen Plan für das Deckslayout erstellt um später die Planken so verlegen zu können, damit ich vor Decksöffnungen sog. "Leistenstummel" vermeiden kann.

Das Muster der Plankenstöße auf dem Hauptdeck ist rot gezeichnet und die Ebenen der Decksnagelung blau für Back, Kampanje und Hütte. Letztere Decks haben keine "tragende" Funktion und die Planken sind so kurz, dass sie nicht gestoßen werden müssten.


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