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Wenn man sich das zweite Bild anschaut fragt man sich, was haben Holzperlen, Messingschrauben und Kunststoffreste mit einer Schalterimitation zu tun.

Ich will zeigen, wie man aus ganz einfachen Dingen ein Detail herstellen kann, die das eigene Schiffsmodell noch attraktiver gestalten.

Schalter gibt es zahlreiche - verschiedene Größen und unterschiedliche Formen. Ich habe mir mal einen angeschauten und versucht diesen in etwa nachzubauen.

Original 
Original
Schalterimitationen 
Noch ein Schalter in einer etwas anderen Ausführung.

Man beachte hier die Halbkugelform des Oberteils vom Schaltergehäuses. Da es einfacher herzustellen ist, habe ich mich für einen rechteckigen Sockel entschieden.
Schalterimitationen 
Sie stammen alle aus der Kram- bzw. Abfallkiste.

Etwas dickeres Kunststoff etwa 3 mm stark, ein Stück ABS 1 mm stark, ein Plastikröhrchen z.B. aus einem Wegwerffeuerzug, eine Holzperle, eine M2-Messing-Schlitzschraube.
Schalterimitationen 
Die Holzperlen werden halbiert. Einfach abschleifen, z.B. mittels der Minibohrmaschine und einem Schleifkörper.

Ist die Kugel vorgebohrt, dreht man einfach eine passende kleine Holzschraube rein, so kann man sie beim Schleifen besser festhalten.

Aus dem 3-mm-Kunststoffmaterial passend den Sockel herstellen, am besten so breit wie der Durchmesser der Holzperle. Dann die Halbkugel aufkleben.
Schalterimitationen 
Nun die Holzperlen ausbohren, entsprechend dem Durchmesser des Kopfes der Messingschraube.

Das geht ganz gut mit einem Holzbohrer mit Zentrierspitze.
Schalterimitationen 
In den Schlitz der Messingschraube ein Stück dünnes ABS einkleben, dann in die Bohrmaschine einspannen und auf die Breite des Schraubenkopfes abschleifen.

Nun noch den oberen Teil kürzen, so dass man den eigentlichen Schalterknopf erhält.

Anschließend das Gewinde der Schraube kürzen, so dass die Schraube in das Schaltergehäuse passt.
Schalterimitationen 
Auf die Hinterseite des Schaltergehäuses einen Streifen dünnes ABS aufkleben und die Haltelöcher bohren, wie auf dem Bild zu sehen

Nun das Schaltergehäuse und den Schalterknopf lackieren und nach dem Trocknen in das Gehäuse einkleben.

Jetzt in die Unterseite zwei Löcher für die Anschlusskabel bohren.

Von dem anfangs erwähnten Plastikröhrchen zwei kleine Stücke ablängen, über dünnes Kabel schieben, bis das Kabelende ein Stück herausschaut.

Das Kabel in die Löcher auf der Unterseite einkleben, dabei die kleinen Hülsen bis an das Schaltergehäuse heran schieben.

Fertig ist eine ansehnliche Schalterimitation.

Man beachte noch einmal die Form des oberen Schaltergehäuses. Durch die Verwendung der Holzkugel hat das Gehäuse eine leicht konische Form, die wesentlich realistischer aussieht, als eine einfache zylindrische Hülse.

Von den ''Unsauberkeiten'' nicht täuschen lassen, da es sich bei diesem Bild um ein stark vergrößerte Makroaufnahme handelt. Hier ist natürlich jede Fussel zu sehen, die normalerweise ohne Zuhilfenahme einer Lupe nicht auffallen. Der Schalter ist gerade mal 6 mm breit.

Für den Bau des Schalters wurden ca. 2 Baustunden benötigt
Schalterimitationen 
Hier am Beispiel eines Abluftschachtes des Lotsenbootes Schnatermann
...
Schalterimitationen 
... große Schalttafel des Schleppers Arthur...
Schalterimitationen 
... an einem Scheinwerfer...
Schalterimitationen 
 ... auf dem offenem Fahrstand.

Die Schalter auf den letzten drei Bildern sind schon etwas älter, wurden aber nach dem gleichen Prinzip hergestellt. Hier wurden allerdings noch Messingplättchen in die Schrauben eingelötet. Durch die Verwendung etwas dickeren Kunststoffs, wirken die Schalter noch realistischer.

Wie man den Fotos auch entnehmen kann, sind die Schalttafeln beschriftet, was die Attraktivität von Details weiterhin steigert. Schriftgrößen von 1 bis 1,5 mm sind mit heutigen Laserdruckern kein Problem. Selbstklebende Folien sind in fast jedem Schreibwarengeschäft zu erhalten.
Schalterimitationen 
Noch ein Beispiel, hier sogar mit Kontrollleuchten-Attrappen, hergestellt aus lackierten Messingrundkopfnägeln.

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