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Mit heutigen Laser- oder Tintenstrahldruckern können kleinste Schriften realisiert werden. Schriftgrößen von 1-1,5 mm sind kein Problem.

Foliendruck

Entsprechende selbstklebende Druckfolien erhält man in gut sortierten Schreibwaren- oder Fachgeschäften für Bürobedarf. (z.B. Zweckform 4777)

Farbige Drucke mit roter, gelber oder blauer Farbe bleichen allerdings mit der Zeit aus. Grund ist die UV-Strahlung des Sonnenlichts.

Speziell bei Aufklebern die mit Tintenstrahldruckern hergestellt wurden, geht das relativ schnell, da die Druckertinte auf organischer Basis hergestellt wird. Hier verschwinden sogar schwarze Buchstaben mit der Zeit.

Besser sind Laserdrucker, noch besser Farblaser oder Farbkopierer. Hier wird die Schrift mittels einem Farbpulvers (Toner) auf das Schriftmedium ''gebrannt''. Diese Drucke haben eine wesentlich höhere Lebenserwartung da die Toner auf einer Art Wachsbasis hergestellt sind.

Gute Erfahrungen habe ich, mit Laserdruckern gemacht. Schwarze Buchstaben sind unwahrscheinlich langlebig.

Auf jeden Fall sollten bedruckte Folien mit einem Schutzlack überzogen werden, denn der Toner haftet nur auf der Oberfläche der Folie und ist auf die Dauer nicht abriebfest. Hier genügt einfacher seidenmatter Klarlack. Am besten mit Airbrush oder Sprühdose aufspritzen, denn Lacke von Revell und Humbrol lösen den Toner von der Folie. Wird der Lack mit dem Pinsel aufgetragen, wird das Schriftbild verwischt und zerstört.

Nicht geeignet sich Lacke auf Nitrobasis, denn diese können die Folie zerstören.

Eine High-End-Lösung sind sog. Laminatfolien. Diese bestehen aus der eigentlichen Druckfolie und einer Deckfolie. Es gibt Deckfolien die von vornherein schon einen UV-Schutz haben. Diese werden dann in Lamiergeräten miteinander verschweißt. Nachteil: sehr teuer und man benötigt ein Laminiergerät.

Bei der Verwendung von Folien bleibt allerdings fast immer der Rand des Aufklebers zu erkennen, auch nach einer Überlackierung Selbst sog. ultradünne Folien hinterlassen einen Rand. Wer sehr detailliert arbeitet und mit Airbrush lackiert, der möchte seine Arbeit auch mal aus der Nähe präsentieren, dann allerdings fällt das garantiert den nächsten Betrachter auf, der in unpassender Weise mit ausgestrecktem Zeigefinger lautstark darauf verweist.;-)

Ein weiteres Problem hat man bei Folien die auf reinweißen Untergrund aufgeklebt werden müssen, wie z.B. bei Rettungsinseln. Durch die Folien erhält man einen etwas anderen Farbton, es sieht ein wenig vergilb aus.

Wie mir ein Modellbaukollege unbekannterweise mitteilte, gibt es im Handel mittlerweile auch selbstklebende Druckfolien in unterschiedlichen Farben, z.B. auch weiß. Man könnte so mit Hilfe eines Grafikprogramms weiße Buchstaben auf einem schwarzem Hintergrund platzieren und dieses dann auf weiße Folie ausdrucken. Da der Bereich der Buchstaben nicht bedruckt wird, erhält man so vermeintlich weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund.

Druckvorlagen

Für die Erstellung von Druckvorlagen eignet sich meist schon ein einfaches Zeichenprogramme.

Von Vorteil ist einen Scanner. So können spezielle Schriftzüge direkt vom Original eingescannt werden. Aber auch Digitalfotos vom Original lassen sich hervorragend weiterverarbeiten.

Abziehbilder

Die Technik der Abziehbilder, auch Nasstransertechnik genannt, kennt jeder, der schon einmal eine Plastikflugzeug gebaut hat. Ist eigentlich uralt. Interessant allerdings, es gibt mittlerweile Möglichkeiten, so etwas selbst herzustellen. Unter den Begriff Decal Pro findet man weiter Informationen auf druckeronkel.de

Auf den Seiten von Archer Transfers findet am Ähnliches, hier sogar sog. Surface Details in 3-D - erhabene Buchstaben und Zahlen und sogar Nieten- und Schweißnahtimitate.

Klebebuchstaben

Sehr gern greife ich bei Schiffsnamen auf Klebebuchstaben zurück. Entweder ich lasse mir im nächsten Werbebüro einen entsprechenden Schriftzug anfertigen oder nutze Klebealphabete die ebenfalls dort zu erhalten sind.

Fertige Schriftzüge erhält man gleich mit Transferfolie, die beim Übertragen der Buchstaben sehr hilfreich sind und zu dem eine exakte Ausrichtung ermöglichen.

Bei den angesprochenen Buchstabensets sollte man einfach darauf achten, dass entsprechende Transferfolie mit beigelegt ist. Auf diesen Folien sind in der Regel Hilfslinien aufgedruckt. Auch hier ist die exakte Ausrichtung unproblematisch.

Anreibebuchstaben

Ein Problem taucht immer wieder auf: weiße Buchstaben oder Zahlen.

Ein Laser- oder Tintenstrahldrucker kann keine weiße Schrift drucken. Die erwähnten Klebebuchstaben werden auf sog. Schneidplottern hergestellt. Hier ist die Schriftgröße technisch bedingt auf 5 mm begrenzt.

Ein rotes Warnschild mit weißer Schrift kann nur so realisiert werden, dass die Folie ganz normal ausgedruckt und anschließend auf einen weißen Hintergrund geklebt wird.

Noch schwieriger sind weiße Buchstaben, die auf einem dunklen Hintergrund zu lesen sein sollen, wie z.B. Tiefgangsmarken o.ä.

Der einzige Ausweg ist die Verwendung von Anreibebuchstaben (Rubbelbuchstaben). Diese wurden zu einer Zeit erfunden, als es noch keine Laserdrucker gab. Sie wurde verwendet um schell und mit geringem Aufwand professionell aussehende Beschriftungen von Aktenordnern, Paneelen, Displays usw. anfertigen zu können. Heute sind die sog. Trockentransfer-Buchstaben fast komplett vom Mark verschwunden, eben auf Grund bezahlbarer Laser-/Tintendrucktechnik sowie Folien und Aufklebern in allen erdenklichen Formen und Größen.

Anreibebuchstaben kennt man heute fast nur noch aus dem Bereich der Platinenherstellung. Die einzige mir bekannte Quelle ist Conrad und man findet sie dort im Onlineshop unter der Bezeichnung "Schrift-Transfer", schwarz und weiß in den Schriftgrößen 1,5; 2; 2,5; 3,7 und 5,2 mm.

Beschriftung von Details 
Hier ein Beispiel einer beschrifteten Schalttafel, Fahrtgeber und verschiedene Anzeigeinstrumente. Schrifthöhe 1-2 mm.

Gedruckt auf Klebefolie und auf einen weißen Untergrund geklebt
Beschriftung von Details 
... hier ähnlich dem vorhergehendem Bild.
Beschriftung von Details 
... oben rechts die Kompassrose. Dazu wurde der Kompass eines Schlüsselanhängers auseinandergenommen.

Oft sind die NOSW-Angaben einfach zu groß und sehr grob stilisiert. Ich habe dazu eine eigene Kompassrose hergestellt.

Unten rechts im Bild ein Ruderlagenanzeiger. Hier ein Druck auf ein einfaches weißes Blatt Papier in einer verglasen Bullaugenfassung.

Etwas schlecht zu erkennen, die Beschriftung an den Türen unter dem Radarsichtgerät.
Beschriftung von Details 
... eine Anzeige an einem Bedienpult einer Winde
Beschriftung von Details 
... Feuerlöschnische - hier wurde ein weißer Klebebuchstabe genutzt.
Beschriftung von Details 
Das Werftschild der Modellbauwerft
Beschriftung von Details 
Leider etwas undeutlich da keine Digitalaufnahme - Hinweis- und Warnschilder an Türen. Hier allerdings kurz nach der ''Werftauslieferung''. Nach einiger Zeit das oben angesprochene Problem: die Farbe war ausgeblichen.
Beschriftung von Details 
Schriftzug des Schiffsnamen und Heimathafens aus einem Klebebuchstabenset.
Beschriftung von Details 
Schiffsname - ebenfalls aus einem Klebebuchstabenset.
Beschriftung von Details 
Eine mit Farblaserdrucker bedruckte Klebefolie, schon mit mattem Klarlack fixiert.
Beschriftung von Details 

Beschriftung einer Rettungsinsel.

Auf Folien gedruckt. Beim genauen Hinsehen sieht man den etwas anderen Farbton und den Rand der Folie.

Beschriftung von Details 

Beschriftung einer Brandschutzklappe.

Auch hier erkennt man die Folie bei näherer Betrachtung

Beschriftung von Details 
Schiffsname und Tiefgangsmarken mit Klebebuchstaben.
Beschriftung von Details 
Schiffsname und Heimathafen wurden mit Anreibebuchstaben aufgebracht.

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