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Dicke der Kalfaterung ermitteln

Bei einer schwarzen Kalfaterung ist mir der Farbkontrast zu den hellen Decksleisten immer zu groß, deshalb nutze ich gern graues Papier, das ergibt später nach der Firnisbehandlung einen Farbton in Richtung anthrazit.

Gehe ich davon aus, dass die Fuge zwischen den Planken im Original maximal 1 cm breit ist, habe ich im Maßstab 1:50 bisher Pappe mit einem Gewicht von 160 g/m² verwendet und so zwar eine maßstäbliche korrekte Breite erreicht, allerdings erschien das immer noch recht "kräftig".

Deshalb verwende ich diesmal sog. Tonpapier mit einer Stärke von 100 g/m². Ich habe es 10-mal gefaltet und so eine Papierdicke von etwa 0,17 mm ermittelt. Das entspricht maßstäblich in 1:48 etwa 8,5 mm, ein guter Kompromiss.

Ich schneide die Leisten mit etwas Überlänge zu, fixiere mehrere hochkant mit Klammern, streiche einen Streifen Pappe mit verdünntem Holzleim und drücke das Leistenpaket auf die geleimte Papier.

Das Papier wird nun auf mittlerer Stufe aufgebügelt, der Leim bindet so recht schnell an.

Noch im warmen Zustand lege ich die Leisten auf ein Rundholz oder dicken Filzstift und spreize so die Leisten auseinander, damit diese nicht untereinander verkleben. Das hat sich aus der Erfahrung für die nächsten Arbeitsschritte als wichtig erwiesen.

  • Aufkleben der Pappe für die Kalfaterung 
  • Aufkleben der Pappe für die Kalfaterung 
  • Aufkleben der Pappe für die Kalfaterung 
  • Aufkleben der Pappe für die Kalfaterung 

Die überstehenden Ränder der Pappe werden an alle Seiten mit einem Klingenmesser entfernt, so erhält man einen sauberen Leistenblock.

  • Aufkleben der Pappe für die Kalfaterung 
  • Aufkleben der Pappe für die Kalfaterung 

Jetzt nimmt man eine halbe Rasierklinge, spreizt die Leisten etwas auseinander und steckt die Klinge in den Zwischenraum, stellt das ganze Paket auf die Stirnseite und zieht mit beiden Händen die Klinge nach unten.

Das geht normalerweise butterweich. Ist dem nicht so, dann sind die Leisten doch verklebt. Nicht mit Gewalt drücken, sondern Klinge herausziehen und von der anderen Stirnseite nochmals probieren, das funktioniert dann üblicherweise.

Drückt man weiter, ohne die Klinge zu wechseln, passiert es, dass die in einer der Leisten geschnitten wird. Deshalb ist das Spreizen gleich nach dem Kleben so wichtig.

Ist es doch mal problematisch, einfach mit der stumpfen Seite eines Klingenmessers die Leisten trennen.

  • Auseinanderschneiden der beklebten Leisten 
  • Auseinanderschneiden der beklebten Leisten 
  • Auseinanderschneiden der beklebten Leisten 
  • Auseinanderschneiden der beklebten Leisten 

Man erhält so sehr sauber beschichtete Leisten und der üblicherweise anfallende dunkle Schleifstaub beim Glätten des Decks hält sich in Grenzen.

  • mit Pappe beklebte Leisten 
  • mit Pappe beklebte Leisten 
  • mit Pappe beklebte Leisten 

weiter geht es mit der Decksbeplankung...


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