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Schon mehrfach habe ich Decks mit Kalfaterung realisiert und die Verwendung von Pappe ist meine favorisierte Variante.

Kalfaterung der Statenjacht Fredericus

Bei einer schwarzen Kalfaterung ist mir der Farbkontrast zu den hellen Decksleisten immer zu groß, deshalb nutze ich gern graues Papier, das ergibt später nach der Firnisbehandlung einen Farbton in Richtung anthrazit.

Gehe ich davon aus, dass die Fuge zwischen den Planken im Original maximal 1 cm breit ist, habe ich im Maßstab 1:50 bisher Pappe mit einem Gewicht von 160 g/m² verwendet und so zwar eine maßstäbliche korrekte Breite erreicht, allerdings erschien das immer noch recht "kräftig".

Diesmal versuche ich diesmal Tonpapier mit einer Stärke von 100 g/m², was einer Papierdicke von 0,17 mm und maßstäblich in 1:48 etwa 8,5 mm entspricht. Eine guter Kompromiss.

Ich schneide die Leisten mit etwas Überlänge zu, fixiere mehrere mit Klammern, streiche einen Streifen Pappe mit verdünntem Holzleim und drücke das Leistenpaket auf die geleimte Pappe.

Die Pappe wird nun auf mittlerer Stufe aufgebügelt, der Leim bindet so recht schnell an.

Noch im warmen Zustand lege ich die Leisten auf ein Rundholz oder dicken Filzstift und spreize so die Leisten auseinander, damit diese nicht untereinander verkleben. Das hat sich aus der Erfahrung für die nächsten Arbeitsschritte als wichtig erwiesen.

  • Kalfaterung der Statenjacht Fredericus 
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Die überstehenden Ränder der Pappe werden an alle Seiten mit einem Klingenmesser entfernt, so erhält man einen sauberen Leistenblock.

  • Kalfaterung der Statenjacht Fredericus 
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Jetzt nimmt man eine halbe Rasierklinge, spreizt die Leisten etwas auseinander und steckt die Klinge in den Zwischenraum, stellt das ganze Paket auf die Stirnseite und zieht mit beiden Händen die Klinge nach unten.

Das geht normalerweise butterweich. Ist dem nicht so, dann sind die Leisten doch verklebt. Nicht mit Gewalt drücken, sondern Klinge herausziehen und von der anderen Stirnseite nochmals probieren, das funktioniert dann üblicherweise.

Drückt man weiter, ohne die Klinge zu wechseln, passiert es, dass die in einer der Leisten geschnitten wird. Deshalb ist das Spreizen gleich nach dem Kleben so wichtig.

Ist es doch mal problematisch, einfach mit der stumpfen Seite des Klingenmessers versuchen, die Leisten zu trennen.

  • Kalfaterung der Statenjacht Fredericus 
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Man erhält so sehr sauber beschichtete Leisten und der üblicherweise anfallende dunkle Schleifstaub beim Glätten des Decks hält sich in Grenzen.

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weiter geht es mit der Decksbeplankung...


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