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Mahagoniboote bei Steingraeber-Modelle


Die Bootsmannspfeife ist ein leicht gekrümmtes, dünnes Metallrohr, dem sich langgezogene Triller entlocken lassen. So, wenn ein Offizier sich anschickt, das Fallreep oder die Stelling eines Kriegsschiffs zu betreten.

Eine Signalpfeife für Befehle auf Schiffen, aber auch zur Ehrenbezeugung z.B. Seite pfeifen, wenn der Kommandant oder Kapitän an Bord kommt (Bundesmarine).

Dann gibt der wachhabende Offizier das Kommando "Seite", der Bootsmannsmaat greift zur Pfeife, und das Ehrensignal für den an Bord Kommenden schrillt über Deck und bedeutet der Haltung annehmenden Mannschaft, an welcher Schiffsseite der zu grüßende Gast erwartet wird.

Die Pfeife war einst das einzige Mittel außer der menschlichen Stimme zur Befehlserteilung an Bord.

Heute gibt es andere, verfeinerte Kommunikationssysteme, aber viele Marine-Mannschaften der Welt benutzen aus Tradition die Bootsmannspfeife als ein Zeichen des Respekts, wenn der Kapitän oder besondere Gäste an Bord kommen, oder wichtige Befehle erteilt werden.

Der Brauch stammt aus der Zeit der Segelschifffahrt. Wenn Offiziere im Beiboot an größere Schiffe herangerudert wurden, brauchten sie im Gegensatz zu ihren Untergebenen nicht über eine schwankende Strickleiter an Bord zu klettern, sondern wurden per Korb an Deck gehievt. Damit das Manöver auch bei Sturm und flatternden Segeln buchstäblich wie am Schnürchen klappte, wurden die dazu notwendigen Befehle akustisch, per Pfeife, erteilt.

Sollte der Offizier während eines Bordgottesdienstes oder einer Munitionsübergabe an Bord kommen oder ständig das Fallreep hinauf- und hinuntereilen, so wird die "stille Seite" praktiziert: Die Pfeife bleibt stumm.

Der Bootsmann war verantwortlich für die Segelmanöver, deshalb musste er häufiger als jeder andere Offizier Befehle weiterleiten. Die Pfeife wurde deshalb nach ihm benannt.

In alten Tagen waren die Matrosen gedrillt wie die Schiffshunde und reagierten sofort auf den Pfeifton. Auf See, in Minuten der Gefahr - besonders bei Sturm - konnten sie den hochfrequenten Ton der Pfeife hören und dem ohne Verzögerung folgen. Befehle, wie etwa Segel hissen, Lunten der Kanonen zu löschen, Klar bei Hängematten etc., wurden durch verschiedene Varianten der Töne vermittelt.

Es ist bekannt, dass die Sklaven im der Römer oder die Ruderer der griechischen Trieren nach einer Pfeife - ähnlich der Bootsmannspfeife - ihre Arbeit verrichteten.

Die Bootsmannspfeife wurde in ihrer heutigen Form zuerst im 13. Jh. während der Kreuzzüge auf englischen Schiffen gebraucht. Richtig bekannt wurde sie aber erst um 1670, als der "Lord High Admiral of the Navy" eine goldene Pfeife als Rangabzeichen trug. Diese Pfeife ist als "Whistle of Honour" in die Geschichte eingegangen.

Die normalen Bootsmannspfeifen wurden aus Silber gefertigt und die Offiziere haben ihren Namen darauf graviert.



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