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Mal eine etwas andere Variante der Herstellung von Deckbalken: nicht ausgesägt, sondern formverleimt.

formverleimte Deckbalken 
Man baut sich eine Balkenlehre.

Dazu die Balkenbucht des Hauptspants auf Papier übertragen, auf ein Holzbrett aufkleben und in regelmäßigen Abständen exakte senkrechte Löcher bohren (durchbohren).
formverleimte Deckbalken 
Entsprechend lange Nägel von der Unterseite durchschlagen. Wenn das Bohrloch 1/10 mm kleiner als der Nageldurchmesser ist, halten die Nägel von allein.

Ich habe es probiert, einfach Nägel von oben reinschlagen ohne vorbohren wird zu ungenau, die Deckbalken sind unbrauchbar.
formverleimte Deckbalken 
Je nach Bedarf drei bis vier Holzleisten mit wasserfestem Holzleim zusammenkleben und bis zum Austrocknen mit Klammern auf der Balkenlehre fixieren.
formverleimte Deckbalken 

Man bekommt so exakte, dünne und trotzdem stabile Deckbalken, meine sonst ausgesägten Exemplare waren sehr klobig und das Aussägen an sich auch wesentlich aufwendiger.

Eine weitere Möglichkeit, ist die Verwendung einer Plankopie, die auf ein Stück Sperrholz geklebt wird, um so einen exakten Deckbalken zu erhalten.

Frischaltefolie verhindert dabei das Festkleben der Holzleisten an der Balkenschablone.

  • formverleimte Deckbalken 
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  • formverleimte Deckbalken 
  • formverleimte Deckbalken 

Last but not least ein letzter Tipp: Vor dem Fixieren auf der Balkenlehre an der Außen- bzw. späteren Oberseite des Balkens immer die Mittellinie anzeichnen, unabdingbar für die spätere Weiterverarbeitung und Anpassung am Modell.


Diese Technik wurde bei den Projekten des Gaffelkutter Ascharia und der Fregatte Berlin angewendet.


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