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Rohbauteile des Deckshauses 

Die Seitenwände des Deckshauses eines Fischkutters, aus 1 mm Sperrholz.

Schön, nur geraden Kanten, alles wurde mit der Kreissäge zugesägt.

Noch besser, wenn man eine Fräse hat, so können Türen und Fenster exakt ausgefräst werden.

Alle Einzelteile wurden mit der jeweiligen Schiffsseite beschriftet. Auch der Hinweis, dass es sich bei den Türen um die Außenseite handelt, ist beim späteren Zusammensetzen bzw. beim Beplanken recht hilfreich.

schon vor dem Zuschneiden die Biegung des Sperrholzes beachten 
Beim Zuschneiden dünner Sperrholzteile für Aufbauten, die später mit Holzleisten beplankt werden, sollte auf den Faserverlauf der Sperrholzplatte geachtet werden.

Das Holz sollte sich in der Richtung leichter biegen lassen, in der später überwiegend die Leisten aufgeklebt werden.

In der Regel wird die Beplankung senkrecht aufgeklebt, also sollte sich das Sperrholz auch in der Vertikale biegen, heißt Faserverlauf der Sperrholzplatte quer und Faserverlauf der Beplankungsleisten senkrecht.

Die Deckshausseitenwand erhält so eine ausgezeichnete Stabilität. Andernfalls verzieht sich diese und wird krumm, was beim späteren Zusammensetzen aller Teile Schwierigkeiten bringen könnte.
zugeschnittene Leisten 
Zugeschnittene Leisten für die Beplankung.

Es empfiehlt sich die Leisten während der Beplankung in solch einen Behälter zu packen und vor der Benutzung ''zu mischen''.

Das garantiert eine zufällige ''Entnahme''. So erreicht man eine hohe Realitätsnähe, wenn Leisten mit unterschiedlicher Struktur nebeneinander aufgebracht werden.
Beplankung beim Original 
Hier ein Deckshaus bei einem Original.

Man sieht, den minimalen Abstand zwischen den einzelnen Leisten.

Selbst aus großer Entfernung sieht man den ''Plankenstoß''.

Beachte auch, in der Regel werden recht schmale Leisten verwendet. 5 mm Leistenbreite im Maßstab 1:20 sind fast schon zu breit.
Abstandshalter 
Auch am Modell sollten die Fuge zwischen den Leisten dargestellt werden. Würde man die Leisten einfach aneinander kleben, geht dieser Effekt verloren, gerade bei Holz mit einer sehr feinen Struktur.

Deshalb lasse ich beim Aufkleben der Leisten einen minimalen Abstand. Mit Augenmaß geht das allerdings nicht. Es wird ein Abstandshalter benötigt.

Ich nutze dazu eine Folie mit einer Stärke von 0,15 mm. Schaut man genau hin kann man sie erkennen (mit einem blauen Kreis markiert).
 
Wichtig dabei ist auch, dass die Leisten exakt parallel aufgeklebt werden. Das gilt für Leisten die über die komplette Länge aufgeklebt werden, und noch wichtiger, wie hier zu sehen, wenn bei Türen und Fenstern nur kurze Leistenenden genutzt werden müssen.

Leiste andrücken 

Dazu einfach die Leisten auf der Klebeseite mit Klebstoff einstreichen, auf die Grundfläche auflegen, Abstandshalterfolie einstecken und mit einem Holzklotz an die Vorleiste heran schieben.

Mit einem zusätzlichen schmalen Holzklotz wird auf die zu klebende Leiste von oben Druck ausgeübt.

Nach wenigen Sekunden können die ''Druckklötze'' und die Abstandsfolie weggenommen werden.

Da die Leiste noch nicht komplett festgeklebt ist, erst den Schiebeklotz wegnehmen, dann die Folie zur Seite herausziehen und zuletzt den oberen Druckklotz entfernen. So wird sichergestellt, da die Leiste auch ''liegen'' bleibt.

Hier darf natürlich nicht mit Sekundenkleber gearbeitet werden. Ein exaktes Ausrichten bzw. Verschieben der Klebeleiste wäre nicht mehr möglich und wahrscheinlich würde sich auch die Folie nicht mehr entfernen lassen.

Ich nehme immer ganz normalen wasserfesten Kaltleim. Der bindet aber doch recht schnell ab und es ist ein zügiges Arbeiten möglich, sofern man nicht übermäßig Kleber nutzt.

An der Folie bleibt immer etwas Kleber haften. Diesen sofort mit einem feuchten Tuch abwischen, da sonst keine gleichen Abstände zwischen den Leisten erreicht werden. Ggf. ein neues Stück Folie zuschneiden.

Klebereste entfernen 
Nach dem Entfernen der Druckklötze und vor dem Aufkleben der nächsten Leiste Klebereste mit einer Klinge entfernen.
fertig beplankt und... 
Eine roh beplankte Seite des Deckshauses.

Um später exakt gerade und rechtwinklige Kanten bei Fenster- und Türöffnungen zu erhalten, sowie gerade Schnittkanten an den Außenseiten, wurden die Leisten mit Überlänge aufgeklebt.

Man sollte auch darauf achten, dass ein Fenster oder eine Tür von einer durchlaufenden senkrechten Leite begrenzt wird.

Am Fenster ein kleiner Fehler, der beim Aufzeichnen passiert ist. Hier wurde die Leistenbreite nicht richtig kalkuliert.

Dann lieber einen zusätzlichen Plankengang aufkleben und später das Fenster neu herraus arbeiten.
... verschliffen 
Hier die einzelnen Teile eines Deckshauses komplett beplankt.

Die Öffnungen der Fenster und Türen wurden sauber ausgearbeitet. Die Außenseiten wurden mit der Kreissäge begradigt und gleichzeitig noch einmal auf gleiche Höhe aller Einzelteile kontrolliert.

Sofern eine Verschraubung oder Dübel imitiert werden sollen, sollten Löcher vorgebohrt werden, um ein Splittern der Leisten zu vermeiden.

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