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6. Februar - Beginn der Decksbeplankung
87 Baustunden


 

Die noch ausstehende Holzlieferung ist mittlerweile eingetroffen, so dass mit der Decksbeplankung begonnen werden konnte.

Links die Planken für den Wassergang aus Birnenholz mit eingearbeiteten Fischungen, rechts eine Auswahl der insgesamt 150 Decksplanken schon mit dunkelgrauer Pappe als Imitat der Kalfaterung versehen (siehe Tipp: Kalfaterung mit Pappe)

Für den recht großen Maßstab von 1: 12 habe ich sehr feste Pappe verwendet, ca. 0,4 mm dick. Hier wurden beide Seiten der Leiste beklebt, um eine maßstäbliche Fugenbreite zu erhalten.

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7. Februar - die ersten Planken sind verlegt
94 Baustunden


Bisher habe ich die Leisten ausschließlich mit Sekundenkleber aufgeklebt, diesmal wollte ich wasserfesten Holzleim verwenden. Das hat mehrere Gründe:

  • der Kleber zieht meistens sehr schnell an, man hat kaum Korrekturmöglichkeiten
  • längerer Kontakt mit den Dämpfen des Klebers führt bei mir zum Anschwellen der Nasenschleimhäute und Kratzen im Hals
  • ich selbst habe es zwar noch nicht erlebt, aber man kann hier und da von schlechten Erfahrungen mit Sekundenkleber und Feuchtigkeit lesen, auch in der Fachpresse habe ich einen entsprechend Artikel und Bildmaterial von verworfenen Leisten gefunden

So wollte ich diesmal einen anderen Weg gehen. Beim Verkleben mit Holzleim erschien mir anfangs allerdings die Fixierung der Leisten bis zum Abbinden des Klebers ein Problem zu sein. Auch würde sich die Arbeit zeitlich erheblich in die Länge ziehen.

Dann kam mir die Idee die gleiche Technik zu nutzen, wie ich sie bei der Furnierbeschichtung von Sperrholz anwende: Aufbügeln... schon der erste Versuch war vielversprechend und nach einer kleinen Eingewöhnungsphase ging die Arbeit recht flott von der Hand. Das Aufbringen einer Leiste dauert nur unwesentlich länger als mit Sekundenkleber.

Auch andere Modellbaukollegen bevorzugen diese Methode, wie ich bei Recherchen festgestellt habe.

 

Die ersten aufgebügelten Leisten

Vorher wurden noch die späteren Decksöffnungen auf Deck aufgezeichnet und der Verlauf der Decksbalken markiert, um die Plankenstöße exakt setzen zu können.

 

Die eingearbeiteten Fischungen im Wassergang werden für jede Decksleiste separat angepasst und ergeben ein Sägezahnmuster. Um die Passung ausarbeiten zu können, wird diese außen verlaufende Abschlussplanke erst ganz zum Schluss aufgeklebt.

Auch die Position der späteren Schanzkleidstützen ist schon ausgefräst.

 
Um den Wassergang beim Aufkleben der Decksplanken bündig an der Decksaußenkante zu fixieren, habe ich diese Anschlagklötzer angefertigt.
 

Da das Oberdeck abnehmbar ist, werden sie einfach mit der Zunge in den Spalt dazwischen gesteckt.

Solange die vorhandenen Schraublöcher noch offen sind, wird das Deck einfach wieder mit dem Unterdeck verschraubt und so halten die Anschlagklötze sehr gut.


14. Februar - ein kurzer Anschliff
110 Baustunden


Mittlerweile bin ich mit dem Deck fast fertig. Ein kurzer Anschliff auf dem Vorschiff.

 
Die dunklen Flecken sind verbrannter Holzleim. Dieser ist nur oberflächlich, zieht nicht ins Holz ein und lässt sich aber problemlos wieder abschleifen.
 

Das Deck habe ich kurz mit Wasser angefeuchtet, um einen Eindruck über die Maserung und spätere Färbung des Holzes sowie der Kalfaterung zu bekommen.

Mir gefällt die feine Struktur des Zedernholzes.


20. Februar - das Deck ist fertig beplankt
126 Baustunden


Nach 55 Baustunden ist das Deck komplett beplankt.

Das Aufbügeln war eine klasse Idee. Dass es so einfach und unproblematisch ging, hätte ich nicht gedacht.

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Weiter geht es mit der Imitation der Nagelung

Das was man bei einem Originaldeck sieht, sind nicht die eigentlichen Nägel, sondern die Holzpfropfen, die das Nagelloch verschließen.

 
Für diese Holzpfropfen habe ich mir entsprechende Dübel mit dem Zieheisen hergestellt.

Zieheisen sind, wenn man sie überhaupt mit passenden Durchmessern findet, extrem teuer. Dieses Eisen habe ich beim Stöbern im Internet in England zum Schnäppchenpreis gefunden.
 

Entlang der Hilfslinie direkt über den Decksbalken, wurde die Position der Bohrungen mit einer Ahle vorgestochen.

Dazu habe ich mir eine Messingschablone angefertigt, um immer exakt die Mitte der Leiste und den gleichen Abstand zum Plankenstoß zu erhalten.

 
Die Löcher sind mit einem scharfen Holzbohrer gebohrt...
 
... und mit den Holzdübeln und einem Tropfen Holzleim wieder verschlossen.
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21. Februar - das Deck ist komplett abgezogen
129 Baustunden


Das Deck ist einmal komplett mit dem Bandschleifer abgezogen. Beim folgenden Nassschliff mit Firnis wurden noch vorhandene Ritzen mit Schleifrückständen zugesetzt.

Mittlerweile habe ich auch 15 kg Blei für den Ballast geschnitten. Das 5-Liter-Eimerchen ist nicht einmal halb gefüllt.

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24. Februar - erste Lackierung des Decks
131 Baustunden


 

Das Deck soll eine gute Konservierung erhalten, muss dabei aber auch möglichst naturbelassen wirken. Eine glänzende oder seidenmatte Oberfläche wäre dafür ungeeignet.

Nach einigen Recherchen und Tipps anderer "Holzwürmer", habe ich mir Büchner PU-Siegel mit tuchmattem Glanzgrad besorgt und die erste Schicht 50% verdünnt gestrichen.

Deutlich ist zu bemerken wie sich die Papp-Kalfaterung vollsaugt und dabei an Volumen zunimmt. Sie quillt leicht aus den Fugen heraus. Ich hoffe dass es auf dem Foto zu erkennen ist.


27. Februar - Sockel für die Abdichtung
148 Baustunden


Das Unterdeck habe ich mit Glasmatte laminiert und auf das noch feuchte Harz einen Sockel aus 2,5 mm Sperrholz aufgeklebt. So habe ich einen umlaufenden Spalt erhalten, der später mit Fensterdichtungsgummi ausgefüllt wird.

Es ist gewährleistet, dass das Oberdeck auf einer festen Unterlage aufliegt, das Dichtungsmaterial dabei nicht zu sehr gequetscht wird und trotzdem dicht hält.

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28. Februar - die ersten Schanzkleidstützen stehen
152 Baustunden


Das Deck hat mittlerweile seine dritte Lackschicht inklusive jeweils einem Zwischenschliff erhalten. Die hervor gequollene Kalfaterung ist kaum noch spürbar.

Die Decksöffnungen für den vorderen Niedergang und das große Oberlicht sind ausgeschnitten. Die Decksöffnung im Bereich der Plicht erfolgt dann, wenn ich mich für die Form und Größe entschieden habe. Momentan habe ich allerdings noch verschiedene Varianten in Planung.

Habe begonnen die ersten Schanzkleidstützen zu setzen.

Um eine exakte Flucht der Außenkante zu erhalten, wurde erst nur jede vierte Stütze ausgerichtet und verklebt. Anschließend einen Streifen 1 mm Sperrholz mit Klammern befestigt und daran die restlichen Stützen fixiert.

Damit der Sperrholzstreifen nicht versehentlich mit festklebt, verwendete ich Haushaltsfolie als "Trennmittel".

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