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Nach dem Steifsetzen des Stags erfolgt das Ausweben der Wanten. Dazu habe ich mir eine Schablone ausgedruckt und in Folie laminiert. Das macht sie etwas steifer, hält besser und ist beim Fixieren der Knoten mit Kleber unempfindlicher als eine reine Papierschablone.

Zur Unterstützung beim Binden der Knoten klemme ich mir eine Holzleiste auf die Schablone, halte so die Wanten in Position und kann die Knoten gut auf derselben Höhe binden.

  • Webeleinen der Fregatte Berlin 
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Normalerweise verwendet man einen sog. Webeleinenknoten der so gebunden wird, dass das Ende der Webeleine von links kommend nach rechts auslaufen und dabei bis zum nächsten Knoten waagerecht gehalten werden kann.

Bei den äußeren Wanten verbleibt nach den Abschneiden der Enden oftmals ein kleiner unschöner Stummel über.

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Um das zu vermeiden, beginne und ende ich mit zwei halben Schlägen und kürze das Ende an der Innenseite der Want.

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Webeleinen der Fregatte Berlin 

Werden die Taue für die Webeleinen selber hergestellt, kann es sein dass die Taue etwas steif sind und sich schlecht knoten lassen.

Deshalb empfiehlt es sich, die Webeleinen vorher zu tempern. Dazu einfach die Taue für einige Minuten auf die Heizplatte eines umgedrehten Bügeleisens legen.

Durch diese Wärmebehandlung werden materialinternen Spannungen abgebaut, die Taue werden geschmeidiger und der noch vorhandenen Restdrall wird aus dem Seil genommen.


Die Wanten des Fockmastes sind komplett mit Webeleinen bestückt.

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Es fehlt noch die sog. Wurst, an der später die Püttings der Stengewanten angebunden werden.

Dazu habe ich ein passendes Stück Tau mit Sekundenkleber getränkt und anschließend bekleedet. So erhalte ich ein Stück steifes Tauwerk für die Wurst.

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Mit der fertigen Betakelung des Fock-Untermastes war ich so gar nicht zufrieden. Also das Ganze noch einmal neu, was allerdings nicht ganz so tragisch ist, da ich ja noch in der Anfangsphase des Auftakelns bin.

Warum?

  • die Abstände der Want- zu den Rüst-Juffern waren mir zu unterschiedlich,
  • für die Bändsel zum Einbinden der Juffern in die Wanten habe ich etwas zu dickes Garn genommen,
  • beim Ausweben der Backbordseite habe ich die Webeleinen etwas zu straff gebunden, so dass die letzte Want in einem Bogen verlief,
  • das Tau für die Webeleine könnte etwas dünner sein,
  • die Neigung des Fockmastes war nach dem Steifsetzen aller Wanten etwas zu sehr nach achtern geraten

Zudem, das bisher verwendete Mara-Garn ist zwar qualitativ schon recht ordentlich, hat sich aber als nicht ganz optimal erwiesen, da es bei der weiteren Bearbeitung zum Fusseln neigt.

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Deshalb habe ich schon die Läufer der Seitentakel gegen Skala-Garn ausgetauscht. Es hat eine bessere Oberflächenqualität, so dass es fast nicht fusselt und zusätzlich diese typische Struktur eines geschlagenen Seils schon bei den dünnen Tauen der Webeleinen besser zu Geltung kommen lässt.

Ich konnte auch zu diesem Zeitpunkt nicht einschätzen, ob der Unterschied der Qualität und Farbe des neuen Garns nicht später sofort ins Auge fallen würde, wenn altes und neues Garn gemischt verbaut wurde.

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Wie schon beim Fockmast wurden auch die Webeleinen am Großmast realisiert:

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  • Stage und Wanten vom Fock- und Großuntermast steifgesetzt 
  • Stage und Wanten vom Fock- und Großuntermast steifgesetzt 
  • Stage und Wanten vom Fock- und Großuntermast steifgesetzt 
  • Stage und Wanten vom Fock- und Großuntermast steifgesetzt 

Analog zu den beiden vorderen Masten sind dann auch die Wanten am Besanmast ausgewoben.

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Das Auftakeln der Untermasten ist damit abgeschlossen.

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