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Knecht für die Fockbrassen

Schon bei der Planung des Belegplans ist mir aufgefallen, dass es für einige wenige Taue des laufenden Gutes keine Belegstellen gibt, bzw. nicht eindeutig aus dem Plan zu ermitteln sind, so wie z.B. die Fockbrassen.

Im Hoeckel-Plan laufen die Ende der Brassen Richtung Reling auf der Back, im Plan des Graupner-Bausatzes werden die Brassen an den vorderen der kleinen Kreuzhölzer in der Kuhl belegt. Beides ist nicht ganz korrekt.

  • Hoeckel-Plan 
    Hoeckel-Plan
  • Graupner-Plan 
    Graupner-Plan

Nach Recherchen verschiedener Quellen stellte sich heraus, dass es zu dieser Zeit üblich war die Brassen an kleinen Knechten an der Bordwand direkt hinter der Back zu belegen.

Das kleine Kreuzholz (rot markiert), das im Hoeckel- und Graupner-Plan eingezeichnet ist, wäre dann eigentlich überflüssig.

  • Knechte (Foto: Risse von Schiffen des 16./17. Jahrhunderts, Hinstorff Verlag) 
  • Knechte (Foto: Modellbau von Schiffen des 16./17. Jhd., Autor Rolf Hoeckel) 
  • Knechte (Foto: Die Schiffe Abel Tasmans, Autoren Ab Hoving und Cor Emke) 

Bei der Herstellung der Knechte bin ich so vorgangen wie bei den Stützen der großen Kreuzhölzer und habe in die Köpfe mittels einer Sperrholzschablone negative Gehrungen gefräst.

Zusätzlich werden die Knechte mit einer Scheibe ausgestattet. Dazu habe ich ein Loch für die Achse gebohrt und um 90° gedreht gleich noch einmal ein Loch zur Orientierung der Mitte für das Scheibgat, welches anschließend ausgefräst wurde.

  • Knechte 
  • Knechte 
  • Knechte 

Nach dem Einsetzen der brünierten Messingscheiben wurde die Länge der Knechte angepasst, Bolzenimitate eingesetzt und die Hinterseite schräg angeschliffen.

  • Knechte 
  • Knechte 
  • Knechte 

Die Knechte habe ich direkt neben der Treppe hinter der Back am inneren Schanzkleid befestigt.

  • Knechte 

Fortsetzung folgt …


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