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antike Modelle bei Steingraeber-Modelle


Auch Lodje

Im östlichen Ostseebereich zur Hansezeit ein im Vergleich zur Kogge kleines gedecktes Segelschiff für die Flussschifffahrt mit 3 bis 4 Mann Besatzung. Die Fahrzeuge waren ein- oder anderthalbmastig und zum Teil auch für die Küstenschifffahrt geeignet. Vor allem war es die Aufgabe einer Lodka, von den Koggen, die bestimme See- und Flussgebiete wegen ihres Tiefgangs nicht mehr befahren konnten, Waren zu übernehmen und weiter zu befördern. Eine interessante bauliche Besonderheit weist der Fund eines Wracks auf, das am Ufer der Aa bei Treyden in Livland entdeckt wurde und wahrscheinlich eine Lodka war. Das Deck bestand aus einer doppelten Bohlenlage, zwischen der dicke wollene Gewebe eingelegt waren, um das Eindringen von Deckswasser zu verhindern. Im Russischen ist "Lodka" die allgemeine Bezeichnung für Boot, Kahn oder Nachen. Demzufolge findet sich unter der Bezeichnung "Lodka" eine große Gruppe unterschiedlicher Fluss- und Küstennutzfahrzeuge für Güter- und Personentransporte und für die Fischerei; beispielsweise gab es diesen Schiffstyp auch an den Flussmündungen des Schwarzen Meeres und des Kaspischen Meeres.


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