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Um ein Kaphoornier zu werden, musste man als Kapitän auf einem Handelsegler in Ost-West-Richtung um das Kap Hoorn gesegelt sein.

Nach der Eröffnung des Panamakanals 1914 läutete die Todesglocke für die ruhmreichen Segler. Die um 6000 Seemeilen kürzere Route machte die Kap-Hoorn-Umseglung unwirtschaftlich.

1935 stellten die Franzosen ihre Handels-Segelschifffahrt ein.

Der Club wurde 1937 von französischen Kapitänen in der bretonischen Hafenstadt St. Malo ins Leben gerufen, zu einem Zeitpunkt, als die Ära der Handelssegler eigentlich schon zu Ende war. Sie nannte sich die "Amicale Internationale des Capitaines au Long-Cours, Cap Horniers" - kurz AICH

Nach dem 2. Weltkrieg durften auch Seefahrer anderer Nationen Mitglied werden.

Ab 1950 wurden auch Seeleute aufgenommen, wenn sie ihr Kapitänspatent erst nach der Passage erhalten hatten.

Dann wurde der Verein auch für diejenigen geöffnet, die "nur" die West-Ost-Passage geschafft hatten.

Manche nationale Sektion akzeptiert heute noch neue Mitglieder. Die Engländer nehmen Sportsegler auf, die chilenische Sektion, fest in der Hand der Militärs, akzeptiert sogar Umrundungen mit U-Booten.

Die deutsche Sektion wurde 1954 gegründet.

1955 nahmen die ersten Deutschen am Treffen in St. Malo teil.

2002 leben nur noch ca. 90 deutsche Kaphoorniers.

2004 entschloss man sich auf Grund des fehlendes "Nachwuchses", den deutschen Verein aufzulösen. Zu diesem Zweck traf man sich ein letztes Mal in St. Malo.


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