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Positionslichter bei Steingraeber-Modelle


Bevor frisch geschlagenes Holz verarbeitet werden kann, muß es vom Rohzustand in eine bearbeitungsfähige Form gebracht werden. Dieses als Konvertierung bezeichnete Vorgang umfaßt in der Regel das Zurechtschneiden, Einstufen, Trocknen und Imprägnieren.

Das Rohholz wird für gewöhnlich so geschnitten, dass die maximale Anzahl an Brettern herauskommt. Die Art des Zurechtschneidens bestimmt nicht nur, wieviel brauchbares Holz man aus einem Stamm gewinnt, sondern auch wie die Bretter Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben und somit quellen oder schwinden.

Quer geschnittenes Holz ist unökonomischer. Auf diese Weise entstehen die zwar breitesten, aber auch instabilsten Bretter. Der Radialschnitt ist weniger effektiv, bringt aber die stabilsten Bretter hervor.

Holz wird nach seinem Verwendungszweck eingestuft. Während bei der Möbelherstellung das Erscheinungsbild vorrangig ist, wird im Baugewerbe mehr Wert auf Stabilität gelegt.

Holz "arbeitet". Aufgrund seiner hydroskopischen Eigenschaft strebt Holz mit der Luft immer ein Feuchtigkeitsgleichgewicht an. Zu trockenes Holz nimmt die Luftfeuchtigkeit auf und beginnt zu quellen. Um diesen Vorgang einzudämmen, ist eine fachgerechte Trocknung notwendig.

Die traditionellen Methode zur Reduzierung des Feuchtigkeitsgehaltes in frischem Schnittholz ist die Freilufttrocknung. Hierbei wird für das in Stapeln aufgeschichtete Holz die trocknende Wirkung des Windes maximiert, während Regen und Nebel durch geeignete Abdeckungen ferngehalten werden. Der Erfolg der Freilufttrocknung fällt - klimabedingt - unterschiedlich aus. In Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit wird im Freien oft nur vorgetrocknet, Das eigentliche Trocknen erfolgt dann in speziellen Trockenanlagen.

Das technische Trocknen bietet viele Vorteile, u.a. können die Trockenzeiten gegenüber der Freilufttrocknung erheblich verkürzt werden. Beim Frischlug-Abluft-Verfahren wird das Holz in den Kammern der Trockenanlage ähnlich wie bei der Freilufttrocknung gestapelt. Stapelleisten zwischen den einzelnen Brettlagen gewährleisten eine gleichmäßige Luftzirkulation. Mit Hilfe der Computertechnik wird ein genau aus das Trockengut abgestimmtes Programm in Gang gesetzt, bei dem warme, relativ trockene Luft durch das gestapelte Holz geblasen wird. Beim Frischluft-Abluft-Verfahren muß präzise gearbeitet werden, da das Holz bei einem zu schnellen Trocknungsvorgang leicht reißen kann.

Eine Behandlung mit Holzschutzmitteln erhöht die Lebensdauer, dieses umgibt das Holz wie eine Schutzhülle. Mehrere Holzarten verfügen aber auch über einen natürlichen Schutz und sind resistent gegen Insektenbefall (Holzwürmer) und Verrottung: Teak und Zeder zählen hierzu, aber auch das festere Kernholz der Eiche ist überaus robust. Abhängig von Belastungsgrad können diese beständigen Hölzer mehrere Jahrhundert halten.

Für den chemischen Holzschutz kommen drei Produkte in Frage: Teeröle verlangsamen die Verwitterung und werden zumeist im Außenbau, z.B. für Zäume, verwendet. Wasserlösliche Holzschutzmittel sind in Wasser gelöste, giftige Metallsalze, die per Unter-/Überdruckimprägnierung aufgebracht werden. Lösungsmittelhaltige Holzschutzmittel können ebenfalls durch Imprägnierung, aber auch durch Tauchbäder oder mit dem Pinsel aufgebracht werden.

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